Kinder sind das Beste, was wir haben. Sie sind unsere Zukunft. Kinder benötigen Geborgenheit und Schutz, Verlässlichkeit und Sicherheit. Sie brauchen eine umfassende Bildung als Ausgangsbasis für das weitere Leben.
Zu den wichtigsten Aufgaben von Elternhaus, Gesellschaft und Schule gehören die Vermittlung von Werten, Orientierungsvermögen und Urteilskraft. Die CDU Baden-Württemberg steht für eine kinder- und familienfreundliche Gesellschaft. Die Erziehung und Betreuung ist an erster Stelle das Recht und die Pflicht der Eltern. Wir setzen uns deshalb für die Wahlfreiheit in der Kinder- und Familienpolitik ein. Wer sich bei gewünschter oder finanziell notwendiger Erwerbstätigkeit beider Elternteile für eine Betreuung seiner Kinder durch Dritte entscheidet, dem muss auch eine optimale Vereinbarkeit von Familie und Beruf geboten werden. Der flächendeckende Ausbau der Ganztagesschulen mit eigenem pädagogischen Profil besitzt für uns besondere Bedeutung; dafür wollen wir ehrenamtliche Jugendbegleiter in allen gesellschaftlichen Gruppen gewinnen, denn Ganztagesschulen sind mehr als Halbtagsschulen mit Nachmittagsbetreuung – sie sollen Orte der Begegnung werden zwischen Schule und Gesellschaft, Kindern und Erwachsenen.
Deutschland braucht wieder mehr Kinder und mehr Eltern. Baden-Württemberg hat bereits bundesweit die höchste Frauenerwerbsquote und hat als einziges Bundesland einen Geburtenüberschuss; das spricht für ein besonders familienfreundliches Klima bei uns. Aber dem allgemeinen demographischen Wandel können auch wir uns nicht entziehen: einem Schrumpfen und einer Überalterung der Gesellschaft. Dagegen müssen wir etwas tun.
Familien sollen auch nach dem Wegfall der Eigenheimzulage die Möglichkeit haben, Wohneigentum zu erwerben. Wir setzen uns für ein neues Förderkonzept für einkommensschwache Familien ein.
Das Lernen kann nicht früh genug beginnen. Die kindgerechte Vermittlung von Bildungsinhalten muss deshalb schon in der Kleinkindbetreuung anfangen und sich im Kindergarten fortsetzen. Die enge Verknüpfung von Bildung, Betreuung und Familienförderung ist ein Kernelement des Projekts „Kinderland Baden-Württemberg“, das die CDU-geführte Landesregierung im letzten Jahr angestoßen hat und das fortgesetzt werden soll. Es ist enorm wichtig, dass Kinder bis zum Übertritt vom Kindergarten in die Schule auch tatsächlich die Schulreife erlangt haben. Das ist bei jedem fünften Kind heute nicht mehr der Fall. Dagegen tun wir gezielt etwas mit dem Projekt „Schulreifes Kind“. Zentrale Bedeutung besitzt dabei die Beherrschung der deutschen Sprache.
Auch später setzen wir auf angemessene Förderung der Kinder, für Benachteiligte ebenso wie für besonders Begabte. Leistungsorientierung und Chancengerechtigkeit sind für uns kein Widerspruch. Unsere Gesellschaft braucht sowohl eine Förderung schwächerer Schüler wie auch eine gezielte Elitenbildung. Deshalb wird es mit uns auch künftig keine Gesamtschulen geben. Wir setzen auf das dreigliedrige Schulsystem mit hoher Durchlässigkeit zwischen den Schulformen und mit differenzierten Lern- und Bildungsangeboten.
Die Sicherung der Unterrichtsversorgung hat für uns auch in Zukunft höchste Priorität.
In dieser Legislaturperiode haben wir bereits zwei wegweisende Richtungsentscheidungen getroffen, wie das achtjährige Gymnasium, das Schüler früher in den Beruf zu bringen hilft. Spielerischen Zugang zu Kompetenzen in der globalisierten Welt eröffnet der flächendeckende Fremdsprachenunterricht ab der ersten Klasse. Beide Entscheidungen waren richtig und finden mittlerweile überall Nachahmer.
In der beruflichen Bildung setzen wir weiterhin auf die bewährte duale Berufsausbildung in der gemeinsamen Verantwortung von Wirtschaft und Staat.
Quelle: Landesverband Baden-Württemberg
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